GWG-Grenze steigt 2018 auf 800 Euro

GWG-Grenze steigt 2018 auf 800 Euro

by ina

Gewerbetreibende konnten geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bislang mit  Anschaffungs- oder Herstellungskosten von maximal 410 Euro direkt abschreiben. Ab kommendem Jahr nun steigt die Grenze für die Sofortabschreibung der GWG auf 800 Euro. Das entlastet insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei Steuern und Bürokratie.

Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter?

Geringwertige Wirtschaftsgüter sind bewegliche, abnutzbare und selbständig nutzbare Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bislang höchstens 410 Euro (netto). Dazu zählen zum Beispiel Büro- und Geschäftsausstattung, Schreibgeräte oder Tablets. Sie können sofort und müssen nicht über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer  abgeschrieben werden. GWG über 150 Euro müssen dabei fortlaufend in einem Verzeichnis erfasst werden.

Steuerlast senken und Liquidität erhöhen

Angesichts der neuen Grenze sollten Unternehmen jetzt planen, was sie bis Ende des Jahres noch kaufen und welche Anschaffung sie in das nächste Jahr verschieben. Wollen sie ihre Steuerlast senken und ihre Liquidität erhöhen, sollten sie geringwertige Wirtschaftsgüter für maximal 800 Euro erst ab Anfang 2018 kaufen. Denn dann sind sie sofort komplett absetzbar, die Steuerzahlungen im gleichen Jahr sinken. Unternehmen gewinnen finanziellen Spielraum für andere Investitionen.

Die Möglichkeit der Poolabschreibung bleibt auch nach dem 31.12.2017 erhalten: Gewerbetreibende können die selbstständig nutzbaren Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen dann 250 und 1.000 EUR in einen Sammelposten pro Wirtschaftsjahr aufnehmen. Der wird über fünf Jahre gleichmäßig mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.

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