Weihnachtsfeier steuerfrei genießen

Weihnachtsfeier steuerfrei genießen

by ina

Erst feiern, dann zahlen? Eine unangenehme Vorstellung: Kein Mitarbeiter möchte zur Weihnachtsfeier seines Unternehmens eingeladen und danach vom Finanzamt zur Kasse gebeten werden. Wenn weder Sie noch Ihre Mitarbeiter wegen Ihrer betrieblichen Weihnachtsfeier Steuern zahlen möchten, sollten Sie einige Punkte beachten.

Weihnachtsfeiern sollen für gute Stimmung unter den Kollegen sorgen. Damit das Fest keinen fahlen Beigeschmack bekommt, müssen Sie dafür sorgen, dass die Kosten für das Fest pro Mitarbeiter (inklusive mitfeiernder Angehöriger) auf keinen Fall 110 Euro brutto überschreiten. Ansonsten kommt der Mitarbeiter in den Genuss eines geldwerten Vorteils und muss auf alles, was über diesen Grenzwert hinausgeht, Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Natürlich können auch Sie diesen Betrag für Ihre Mitarbeiter übernehmen. Aber damit steigen Ihre Gesamtkosten für das Fest möglicherweise deutlich.

Was sollten Sie also bei Ihrer Weihnachtsfeier beachten?

Damit die Aufwendungen des Arbeitgebers für die Weihnachtsfeier lohnsteuerfrei bleiben, müssen sie ein betriebliches Interesse verfolgen. Dazu zählt zum Beispiel das bessere Betriebsklima. Wichtig ist deshalb, dass Sie alle Mitarbeiter einladen.

Die Lohnsteuerfreiheit gilt zudem nur für zwei Betriebsveranstaltungen im Jahr. Ab der dritten Feier gilt die volle Steuerpflicht.

Bei der Frage, ob die Kosten pro Mitarbeiter den Grenzwert von 110 Euro übersteigen, müssen Sie sämtliche Kosten des Festes berücksichtigen und durch die Zahl der Mitarbeiter teilen. Dazu gehören zum Beispiel

– die komplette kulinarische Versorgung,
– Raummiete, Kosten für Künstler und Musik,
– Fahrtkosten, Hotelkosten,
– Eintrittsgelder.

Fallen pro Mitarbeiter nicht mehr als besagte 110 Euro an, können Sie die Ausgaben für die Weihnachtsfeier als lohnsteuerfreie, freiwillige soziale Aufwendungen verbuchen. Alles, was über 110 Euro liegt, zählt zum Arbeitslohn und wird versteuert. Der Arbeitgeber kann jede dritte und weitere betriebliche Feier pauschal mit 25 Prozent versteuern. Dabei kann er wählen, welche der durchgeführten Feiern er dafür wählt, die zeitliche Reihenfolge ist nicht relevant.

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