2020: Was ändert sich mit Auswirkung auf die Buchhaltung?

2020: Was ändert sich mit Auswirkung auf die Buchhaltung?

by ina

Neues Jahr, neue Vorschriften: Mit Beginn des Jahres 2020 sind diverse Änderungen in Kraft getreten, die sich auch auf Ihre Buchhaltung auswirken. Wir stellen Ihnen einige wichtige Neuregelungen vor.

Höhere Umsatzgrenze für Kleinunternehmer

Bislang lag die Umsatzgrenze für Unternehmer, die die Kleinunternehmerregelung nutzen wollten, bei 17.500 Euro. Der Vorteil: Umsatzsteuer und Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt entfallen. Ab 2020 steigt diese Umsatzgrenze auf 22.000 Euro. Sie bezieht sich auf die Umsätze im Vorjahr. Im laufenden Jahr dürfen die Umsatzerwartungen 50.000 Euro nicht überschreiten, um Kleinunternehmer bleiben zu dürfen.

Neue Beitragsbemessungsgrenzen für Sozialversicherungen

Die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherungen haben sich zum Jahresanfang geändert:

  1. Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung: 56.250 Euro/Jahr
  2. Versicherungspflichtgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung: 62.500 Euro/Jahr
  3. Beitragsbemessungsgrenze Renten- und Arbeitslosenversicherung:
    Westdeutschland: 82.800 Euro
    Ostdeutschland: 77.400 Euro

Geringere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung

Zunächst bis Ende 2022 sinken die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 0,1 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent.

Grundfreibetrag und Kindersteuerfreibeträge

Der Teil des Einkommens, der von der Besteuerung befreit ist, steigt mit Beginn des Jahres auf 9.408 Euro (2019: 9.168 Euro) an. Verheiratete können 18.816 Euro jährlich verdienen, ohne Steuern darauf zu zahlen.  Durch den Grundfreibetrag soll das Existenzminimum nicht besteuert werden. Auch die Steuerfreibeträge für Kinder bis zum 25. Lebensjahr, die sich in der Ausbildung befinden, steigen im neuen Jahr von 7.620 Euro auf 7.812 Euro.

Jobticket

Schenkt ein Unternehmen seinen Mitarbeitern ein Jobticket, muss das nicht versteuert werden. Zahlen die Arbeitnehmer das Jobticket über eine Entgeltumwandlung selbst, kann das Unternehmen jetzt den geldwerten Vorteil ihrer Mitarbeiter durch das Jobticket pauschal mit 25 Prozent besteuern.  Unabhängig davon ist die Pendlerpauschale für die Erwerbstätigen – sie wird mit dem Jobticket nicht mehr verrechnet.

Verpflegungsmehraufwand

Befindet sich ein Mitarbeiter länger als acht Stunden, aber weniger als einen Tag auf Dienst- und Geschäftsreisen, kann er dafür beim Arbeitgeber einen Verpflegungsmehraufwand von 14 Euro geltend machen. Bislang lag dieser Betrag bei 12 Euro. Ist er länger als einen Tag unterwegs, gilt eine Pauschale von 28 Euro pro Tag (bislang 24 Euro) innerhalb von Deutschland.  Am An- und Abreisetag können statt bislang 12 nun 14 Euro abgerechnet werden.

Benötigen Sie weitere Informationen rund um Ihre Buchhaltung und Veränderungen in 2020, sprechen Sie mit uns!

Scroll Up