Ein Unternehmen schreibt Gewinne, die Auftragslage ist gut – und trotzdem wird das Geld auf dem Geschäftskonto knapp. Wie kann das sein? Die Antwort liegt häufig darin, dass Gewinn und Liquidität unterschiedlichen Regeln folgen.
Für die Finanzplanung 2027 lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die erwarteten Einzahlungen und Ausgaben. Denn offene Kundenforderungen, Investitionen, Darlehenstilgungen und Steuerzahlungen können den verfügbaren finanziellen Spielraum erheblich beeinflussen.
Gewinn ist nicht gleich Liquidität
Der Gewinn zeigt, ob die Erträge die Aufwendungen übersteigen. Die Liquidität hingegen beantwortet die Frage, ob alle fälligen Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig erfüllt werden können.
So sind erbrachte Leistungen möglicherweise bereits als Ertrag erfasst, obwohl der Kunde noch nicht bezahlt hat. Investitionen und Darlehenstilgungen belasten das Bankkonto, wirken sich aber anders auf den Gewinn aus. Hinzu kommen Steuerzahlungen, deren Fälligkeit nicht unbedingt mit dem Zeitpunkt der Gewinnerzielung zusammenfällt.
Ein Blick auf die BWA oder den aktuellen Kontostand allein reicht daher oft nicht aus, um die finanzielle Entwicklung zuverlässig einzuschätzen.
Steuerzahlungen und Investitionen im Blick behalten
Gerade bei der Planung für 2027 sollten Unternehmen berücksichtigen, wann größere Zahlungen tatsächlich anfallen. Dazu gehören beispielsweise Umsatzsteuerzahlungen, ertragsteuerliche Vorauszahlungen und mögliche Nachzahlungen für vergangene Zeiträume.
Auch geplante Anschaffungen, laufende Betriebskosten und verzögerte Kundenzahlungen können die Liquidität beeinflussen. Entscheidend ist, diese Faktoren im Zusammenhang zu betrachten und mögliche Engpässe möglichst frühzeitig zu erkennen.
Vorausschauend planen statt kurzfristig reagieren
Eine Liquiditätsplanung hilft dabei, die Entwicklung des verfügbaren Geldbestands über einen bestimmten Zeitraum einzuschätzen. Dabei werden erwartete Einzahlungen und anstehende Ausgaben gegenübergestellt. Eine regelmäßige Aktualisierung macht sichtbar, wenn sich Zahlungseingänge verschieben, zusätzliche Kosten entstehen oder finanzielle Reserven knapper werden.
Auch geplante Investitionen und saisonale Schwankungen lassen sich so besser einschätzen. Dadurch entsteht eine fundiertere Grundlage für unternehmerische Entscheidungen – etwa zur zeitlichen Planung größerer Ausgaben oder zur Prüfung eines möglichen Finanzierungsbedarfs.
Wie gut ist Ihr Unternehmen für 2027 aufgestellt?
Welche Zahlungen stehen in den kommenden Monaten an? Wie wirken sich geplante Investitionen oder steuerliche Verpflichtungen auf Ihre finanzielle Situation aus? Und wo könnten mögliche Engpässe entstehen?
Eine individuelle Betrachtung hilft, diese Fragen für Ihr Unternehmen einzuordnen. Miklis unterstützt Sie dabei, die relevanten Zahlen und anstehenden Verpflichtungen im Blick zu behalten.
Sie möchten Ihre Liquiditätsplanung für 2027 besprechen? Rufen Sie uns gerne an. Gemeinsam klären wir, welche Aspekte für Ihre betriebliche Situation besonders wichtig sind.

