Bundesarbeitsministerium legt Sozialversicherungs-Rechengrößen 2020 vor

Bundesarbeitsministerium legt Sozialversicherungs-Rechengrößen 2020 vor

by ina

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Anfang September in einer Presseinformation mitgeteilt, dass der Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2020 vorliegt.

Mit der Verordnung würden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2018) turnusgemäß angepasst, heißt es darin. Sie müssen vor der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt von der Bundesregierung beschlossen werden, auch der Bundesrat muss zustimmen.

Den Sozialversicherungsrechengrößen 2020 liegt die Einkommensentwicklung im Jahr 2018 zugrunde. Bundesweit betrug sie 3,12%: 3,06% in den alten Bundesländern, 3,38% in den neuen Bundesländern. Bei der Ermittlung der jeweiligen Einkommensentwicklung wird auf die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer abgestellt. Nicht berücksichtigt werden dabei Menschen mit „Ein-Euro-Jobs“.

Die wichtigsten Rechengrößen für das Jahr 2020 im Überblick

Von 3.115 Euro auf 3.185 Euro im Monat erhöht sich die Bezugsgröße (West), die für zahlreiche Werte in der Sozialversicherung wichtig ist – zum Beispiel für die Mindestbeitragsbemessungs­grundlage freiwilliger Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung oder für die Beitragsberechnung versicherungspflichtiger Selbstständiger in der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Osten steigt dieser Wert von 2.870 Euro auf 3.010 Euro im Monat.

„Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt auf 6.900 Euro/Monat (2019: 6.700 Euro/Monat) und die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) auf 6.450 Euro/Monat (2019: 6.150 Euro/Monat). Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) steigt auf 62.550 Euro (2019: 60.750 Euro). Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2020 in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 56.250 Euro jährlich (2019: 54.450 Euro) bzw. 4.687,50 Euro monatlich (2019: 4.537,50 Euro)“, heißt es in der Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales weiter.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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